Finanzprodukte – Privatkunden fehlt Fachwissen

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Finanzmarkt für viele Privatkunden Dschungel

Das Angebot aller Finanzprodukte ist vielfältig und wer sich nicht gerade mit Leib und Seele mit dem Thema Finanzen auseinandersetzt, hat es nicht leicht, in diesem Dschungel Durchblick zu haben. Wenngleich es zwar diverse Vergleichsrechner und Vergleichsportale für Finanzprodukte gibt, haben Privatkunden häufig das Nachsehen, wenn sie auf der Suche nach Banken, Versicherungen und anderen Finanzprodukten sind.  Beim Vergleich zeigt sich fast immer, dass Leistungen unterschiedlicher Anbieter und ähnlich klingender Produkte letztlich kaum miteinander verglichen werden können, weil Konditionen und Leistungsumfang mitunter sehr gravierend voneinander abweichen können. Vom „Kleingedruckten“ mal ganz zu schweigen. Wer sich nicht eingehend mit der Thematik Finanzen auseinandersetzt, sieht sich daher nicht selten vor einem scheinbar nicht zu lösenden Problem und verzichtet deshalb oft auf eine maßgeschneiderte Finanzstrategie.

Finanzprodukte - Für Privatanleger wenig Transparenz
Finanzprodukte – Für Privatanleger wenig Transparenz

Privaten Anlegern fehlt Fachwissen und Vertrauen

Spätestens mit der Finanzkrise wuchs das Misstrauen der Anleger in Banken, aber auch in Versicherungen. Selbst Installationen wie MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) und Consumer Finance Protection Agency sowie das Versprechen der EU, mehr Durchblick bei Finanzprodukten einzufordern, haben das Vertrauen der Privatkunden nicht nachhaltig stärken können.

„Investoren vertrauen ihren Finanzmarktkenntnissen oft mehr als gerechtfertigt wäre.

Forschung Frankfurt, das Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität bringt es auf den Punkt und bezieht sich auf Untersuchungsergebnisse der US Forscher Terrance Oedan und Brad Barber aus 2000. (Quelle: Forschung Frankfurt)

Erkenntnisse, die man daraus ziehen kann:

Privatanleger brauchen mehr Kenntnisse, was den Finanzsektor und die unterschiedlichen Finanzprodukte angeht und sollten auf fundierte Finanzberatung setzen.

Letzteres, so Forschung Frankfurt, würden nur 5 Prozent der Kunden tun, von denen wiederum nur 20 Prozent den Empfehlungen des Anlageberaters folgen würden.

Finanzprodukte – Alles aus einer Hand eine Lösung?

Unternehmen wie etwa FinanzRenner bieten Privatkunden, aber auch Geschäftskunden die Möglichkeit, sich unabhängig eingehend beraten zu lassen, was Versicherungen, Anlagestrategien sowie gewerbliche Versicherungen anbelangt.

Der wohl gewichtigste Vorteil: Alle finanziellen Aspekte werden zu einer ganzheitlichen Finanzlösung zusammengefasst und die Finanzprodukte optimal auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt.

Insbesondere für Privatkunden erscheint ein individuelles Leistungspaket aus einer Hand durchaus sinnvoll. Die Erfahrung zeigt, dass beispielsweise was Versicherungen anbelangt, Privathaushalte häufig über- oder unterversichert. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Kunden schlichtweg der Durchblick im Tarif- und Leistungsdschungel fehlt.

Misstrauen in Banken?

Privatkunden gehen häufig den konventionellen Weg, sich in finanziellen Angelegenheiten von Banken eine Finanzberatung in Anspruch zu nehmen. Insbesondere die eigene Hausbank kommt bei vielen als Berater in Betracht, wenngleich ebendort eine relativ hohe Skepsis von den Bankkunden an den Tag gelegt wird. Die unabhängige Finanzberatung stellt daher ein relativ gutes Instrument dar, Beratungen diverser Finanzprodukte von unterschiedlichen Anbietern und Banken einzuholen, ohne sich dabei vom bekannten Bankberater zu einer Entscheidung drängen zu lassen oder sich wegen Unsicherheit oder Bedenken von einer Anlage, einem Abschluss oder Wechsel einer Versicherung abhalten zu lassen.

Mehr Transparenz: Schritt in die richtige Richtung

Mit Versprechen, wie etwa jenem der EU, künftig auf dem Finanzmarkt für mehr Transparenz zu sorgen, ist es vermutlich nicht getan. Das Konzept sieht vor, Vermittlerprovisionen offenzulegen, was in der Branche bereits in 2012 kritisiert wurde. Es sei einem Kunde nicht dienlich, über ein konkretes Versicherungsprodukt entscheiden zu können. Dennoch halten wir diese Offenlegung für ein gutes Instrument, seinem Berater etwas mehr auf die Finger schauen zu können. Einerseits reduzieren geringere Provisionen die Kosten, andererseits offenbart die Transparenz, wie unabhängig der Berater Finanzprodukte an den Mann bzw. an die Frau bringen will. Dennoch bleibt Versicherungsnehmern und Bankkunden nichts anderes übrig, als sich gründlich Beratung einzuholen und sich selbst mit dem mächtigen Thema Finanzen auseinanderzusetzen.

Wir freuen uns über Ihren Klick!

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One Comment - Write a Comment

  1. Hallo,

    ich finde es auch sehr schwer, bei dem großen Angebot an Finanzprodukten den Überblick zu behalten. Daher war ich bisher auch (leider) eher zögerlich bei der Geldanlage und der privaten Altersvorsorge. Außer einem Riester-Vertrag nutze ich kein Finanzprodukt. Der Punkt der Unsicherheit und des fehlenden Vertrauens in Dienstleister ist auf jeden Fall ausschlaggebend. Als Laie ist es kompliziert zu beurteilen, ob ein Produkt wirklich sinnvoll ist oder ob mich jemand nur zu einem Vertragsabschluss drängen möchte.

    Viele Grüße.

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