Kapitallebensversicherung verliert an Attraktivität

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Renditen leiden unter schwachen Garantiezinsen

Seit Jahrzehnten ist die Kapitallebensversicherung für viele Menschen ein sinnvolles Produkt, da sie zum einen Angehörige im Falle des Todes des Versicherten finanziell schützt und zum anderen auch zu Lebzeiten zum Aufbau einer Altersvorsorge genutzt werden kann. Seit geraumer Zeit verliert diese Form der Lebensversicherung allerdings zunehmend an Attraktivität, was in erster Linie daran liegt, dass die Renditen im Vergleich zu noch vor zehn Jahren im Durchschnitt deutlich gesunken sind.

Garantiezinsen nur noch bei 1,75 Prozent

Ein wesentlicher Grund für die gesunkenen Renditen ist der Rückgang der Garantiezinsen. Bei der Garantieverzinsung handelt es sich um die Erträge, die die Versicherungsgesellschaft dem Versicherten fest zusagt, die also garantiert sind. Lagen diese garantierten Zinsen vor knapp 20 Jahren noch bei vier Prozent, so ist der Garantiezins mittlerweile auf nur noch 1,75 Prozent zurückgegangen. Grund dafür sind in erster Linie die niedrigen Kapitalmarktzinsen, die ihrerseits aus der Tatsache heraus resultieren, dass der EZB Leitzins nur noch bei 0,25 Prozent liegt. Aber nicht nur die Garantiezinsen sind in der Vergangenheit gefallen, sondern manche Lebensversicherer haben auch die kalkulierte Überschussbeteiligung verringert bzw. senken müssen.

Kapitallebensversicherung mit schwacher Rendite
Kapitallebensversicherung mit schwacher Rendite

Geringere Überschussbeteiligung aufgrund von Altverträgen

Dass manche Versicherer eine geringere Überschussbeteiligung zahlen können, hängt vor allen Dingen damit zusammen, dass es noch viele Altverträge gibt, die mit relativ hohen Garantiezinsen ausgestattet sind. Das Problem besteht für Lebensversicherer darin, dass sie bei manchen Verträgen beispielsweise noch vier Prozent Zinsen garantiert haben, aktuell am Kapitalmarkt aber für eine verzinsliche Anlage selbst nur noch zwei Prozent erhalten, was natürlich zu einer erheblichen Differenz führt. Letztendlich bleibt kaum eine andere Möglichkeit, als die Überschussbeteiligung für alle Versicherten zu verringern, um diese Differenz ausgleichen zu können. Aus den genannten Gründen ist es für nicht wenige Anleger heute sicherlich die bessere Alternative, den Schutz der Angehörigen über eine reine Risikolebensversicherung durchzuführen, während der Aufbau der Altersvorsorge über ein anderes Finanzprodukte stattfindet, beispielsweise über einen Fondssparplan oder über Aktienanlagen.

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